Tina Alba vs Keren = Erotische Fischstäbchen

 

Tina Alba (homepage), die Autorin von „Meeres Träume 1 – Fisch im Netz“ (978-1977092267) stellt sich den rotzfrechen Fragen meines Protagonisten Keren aus „17 Sünden“.

 

 

Name: Tina Alba

Spezies, Geschlecht und Alter: Homo sapiens scribensis (der gemeine Autor), weiblich, zumindest meistens, Alter: schwankt zwischen 3 und 99

Bevorzugte Genre/Themen beim Schreiben: Gay Romance, Fantasy, Gestaltwandler, Meereswesen, Elfen, Dämonen, Beziehung zwischen Mensch und Nicht-Mensch, Mystik, Legenden, das Meer. Immer wieder: das Meer.

Sonstige (berufliche) Tätigkeiten: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Hochschule, Arbeit in einem Nachwuchsförderungsprojekt und immer mal wieder SchülerInnen-Dompteur, nebenberuflich Musikerin

Interessen und Vorlieben: Sport (Laufen, Radfahren, Wandern), Lesen und Schreiben, Outdoorurlaub irgendwo, wo man möglichst wenig Menschen trifft, Zentangle, Esoterik, trockener Rotwein, flauschige Katzen, Urwald auf der Fensterbank, schwarzer Kaffee, Tee in allen Variationen, Käse.

Abneigungen: zu süßer Süßkram, Problemliteratur und alberne Chick-Lit, laute und aufdringliche Menschen, Hip-Hop und Techno-Mucke. In Büchern: Dämliche HeldInnen, Prinzesschen, die gerettet werden müssen, rape-to-love, mpreg, Lehrer-Schüler-Beziehungen. Das Mensaessen meines Arbeitgebers.

Letztes Buch: Meeresträume 1 – Fisch im Netz (SP, 04.02.2018). Meeresträume – das ist eine Reihe phantastischer gay romance-Geschichten um Gestaltwandler, Meermänner und Geheimnisse, die in den Tiefen der Ozeane schlummern. Jede Staffel widmet sich einem Heldenpaar und umfasst drei bis vier Bände. Staffel 1: Sayain und Alvar Weitere Bände in Vorbereitung, Band 2 kommt am 1. Maiwochenende (wenn ich es bis dahin denn fertiggeschrieben habe… hust)

 

Lina: Ich zerre ihn dann mal herein, auch wenn er strampelt… Das ist Keren, ein Sohn von Lucifer und eine verfressene Nervensäge (auf den Stuhl zerr) Keren, benimm dich! (bekomme Stinkefinger gezeigt…)

Tina: prust Sehr erfreut!

Lina: Ich bin dann mal weg, hole ihn später ab, viel Spaß euch!

Tina: Danke! Ich bin sehr gespannt. Hallo Keren, ich bin Tina.

Keren: Boah eh, warum kann der Besen den Mist net selbst machen? Was soll der Wisch hier? Tina Alba… Spezies gemeiner Autor… ja, gemein seid ihr Autoren alle!

T: grinst Gemein sein steht in der Jobbeschreibung für Autoren.

K: Also, wie wird man so ein fieser, sadistischer Autor? ABM-Maßnahme als Metzger besetzt gewesen?

T: Metzger fand ich doof, das war schon mein Pa. Wie „man“ Autor wird, kann ich nicht pauschal sagen, ich bin über’s Fantasy-Rollenspiel zum schreiben gekommen und weil ich schon immer gern und viel gelesen habe. Anfangs wollte ich immer Regency-Romane schreiben, so georgette-heyer-mäßig, aber mit dem Rollenspiel kam der Spaß an Fantasy, und dabei bin ich geblieben.

K: Ist ja wohl logisch, Fantasy bietet Tentakel und nicht nur britische Regenschirme zum reinstecken

T: Öhm… meist schreibe ich gay romace, tentakelporn war bisher nicht dabei. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

K: Und in deinem neusten Buch geht es um Kapitän Iglo, der sein Fischstäbchen aufgetaut bekommt oder sowas… Hab net aufgepasst… Irgendwas mit ner gestopften Sushirolle… Dann erzähl mal, was an der Sushirolle so interessant ist

T: Gestaltwandler. Fisch-Gestaltwandler, um genau zu sein. Öfter mal was Neues. Die Urfassung für „Fisch im Netz“ entstand 2007 für eine Ausschreibung zum Thema Gestaltwandler, und da ich Werwölfe zu abgekaut fand, habe ich mich eben umorientiert. Heraus kam Sayain, der Fischgestaltwandler, der damit leben muss, mit dem Ex-Sklaven Alvar, einem ganz normalen Menschen, konfrontiert zu werden. Und das, obwohl er eigentlich gar kein Interesse an Gesellschaft hat. Aber da er selbst nur knapp einem Leben als Sklave entkommen ist, musste Sayain den armen Alvar natürlich befreien, und dann hatte er den Salat. Als er sich dann auch noch in Alvar verliebt und beide beschließen, die Sklavenjäger für immer aus Sayains heimat zu vertreiben, geht der Spaß richtig los. „Meeresträume 1 – Fisch im Netz“ ist die Neuauflage der 2007 erschienenen Geschichte „Im Fischernetz“ – diesmal im Selbstverlag und mit Aussicht auf Fortsetzungen.

K: also wird das ne ganze Pfanne mit Fischstäbchen?

T: So gesehen… ja. Geplant sind mindestens noch zwei weitere Bände mit dem Fischstäb… äh, mit Alvar und Sayain. Und wenn diese Geschichte zu ende erzählt wurde, scharrt Meeresträume – Staffel 2 schon mit den Füßen, oder eher den Flossen, dann gibt es ein neues Heldenpaar und eine neue Story.

K: Warum, so viel Wasser? Da kacken Fische rein.

T: Pssst, noch viel schlimmer, da f***en die Fische drin! Trotzdem, ich liebe das Meer, bin selbst ein Nordlicht und habe die Nordsee in greifbarer Nähe. Das Meer und mystische Meereskreaturen haben mich schon immer fasziniert. Als Kind liebte ich das Märchen von der Kleinen Meerjungfrau – und ich liebe es noch immer.

K: Wo wir schon beim stopfen von Sushi sind… Wie ist das bei deinen Nemos? Wird da kräftig gestopft mit viel Butter, oder nur zart gerollt? (leckt sich über die Heifischzähne)

T: lacht Es gibt durchaus mindestens eine richtig heiße Szene pro Kurzroman, und daneben auch einiges an niedlichsüßem Fluff. Ein bisschen Zuckerguss muss schließlich sein.

K: könnte ich meinem Kerl unterjubeln, damit er mal in Stimmung kommt (nachdenklich)… Mal was anderes: riecht der Fisch auch nach Fisch?

T: Nein, ganz und gar nicht. Dieser Kerl duftet nach frischer Meeresbrise. Alles andere wäre ja echt … ewwwww.

K: jetzt hab ich Hunger… (beißt ne Ecke vom Notizblock ab) Also wenn du mal nicht über ausgestopfte Nemos schreibst, die ihre Stäbchen finden müssen, dann macht du irgendwas mit Schülern steht hier?

T: Ja, aber ganz sicher nicht das, was du gerade denkst.  Ich arbeite an einer Hochschule in einem Projekt zur MINT-Förderung. Im Klartext, wir zeigen Kindern und Jugendlichen, dass so Zeug wie Mathe, Physik, Biologie, Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Technik ganz allgemein spannend ist und Spaß machen kann. Und das Tollste ist, manchmal darf ich auf der Arbeit mit Lego-Robotern spielen. Ganz offiziell. Schließlich müssen wir die Experimente, die die Schüler machen sollen, ja auch selber ausprobieren.

K: Für Biologie-Experimente wäre ich auch zu haben (grinst blöd) Kommen da noch Storys von dir, in denen Hintern mit nem Lineal versohlt werden oder Legosteine verschollen gehen?

T: Hihi. nein, wohl eher nicht. Ich stehe da eher auf Spielchen mit Federn oder seidenen Fesseln. Oder auch Kerzenwachs. (wird ein bisschen rot) Spanking ist nicht so mein Ding.

K: War ja klar, typisch Autoren, gemein und total versaut… Was steht hier noch… du magst Fahrradfahren… mit Sattel? wie öde… Katzen… Ja, sind ganz lecker… Mag keine lauten, aufdringlichen Menschen… Bin ja kein Mensch… Keine Prinzessinnen, die gerettet werden müssen? (räuspert sich) … so eine knalle ich… Was hast du gegen die?

T: Jap. Langweiliges Radeln mit Sattel, stell dir vor. Joggen ist auch okay, wenn’s denn unbedingt diese Art Sport sein muss. Katzen, ja. Wir haben vier davon, die mich zu meinen Katzengeschichten inspirieren und mir immer wieder unqualifizierte Kommentare in die Ohren maunzen. Einer der Kater hat sich heute auch schon auf dem nächsten Podcats der Uferlosen verewigt. Skype mit Katzen, echt toll. Romanfiguren, die ständig gerettet werden müssen, kann ich nicht mehr ertragen, egal, ob männlich oder weiblich. okay, in zweiten Meeresträume-Band denkt Alvar schon, dass er Sayain retten muss, aber Sayain sitzt in seiner misslichen Lage auch nicht untätig rum, sondern ergreift auch selbst Initiative. Was ich sonst noch so neben dem schreiben mache, ist Musik, die sich „Filk“ nennt. Und jetzt vergiss da bitte nicht das L, das ist wichtig. Da geht’s um selbstgeschriebene Lieder zu verschiedenen Fandoms und Büchern, Serien etc. Also… im Grunde ist Filk Folk für Nerds.

K: Schick die Katzen ruhig her, hab noch Ketchup übrig (fletscht die Zähne) So ein richtiger Nerd? Echt jetzt? Wo steckt man sich damit an?

T: Mit dem Nerd-sein? Oh, ein bisschen nerdig war ich schon immer mit meinem Pen & Paper-Rollenspiel. Mit meinem Vater habe ich Raumschiff Orion und Star Treck geschaut, später habe ich mich hochgradig mit dem Babylon 5-Virus infiziert. Und nein, aus, meine Katzen werden nicht gegessen. (murmel… der ist ja schlimmer als ALF… murmel)

K: Verzichte auf die Katzen, wenn die dieses Babylon übertragen, wird es hinterher noch beim Pinkeln brennen… (schüttelt sich) Bist du eigentlich auch einer von diesen Sadisten, die ihren armen Roman-Opfern alles vorschreiben, oder dürfen die auch mal mitreden?

T: Meine Figuren dürfen immer mitreden. Irgendwie habe ich ständig irgendeine Präsenz im Kopf, die mich mit tollen Plotideen vollquatscht, die ich dann umsetzen darf. Ohne das wäre es wirklich langweilig. Diese Dispute mit den Figuren machen einen großen Teil des Schreibprozesses aus. Manchmal ist das ein bisschen anstrengend, einige sind echt zickig, aber die meisten sind kooperativ, sobald ich ihnen ein Happy Ending versprochen habe.

K: endlich mal ein netter Autor, hörst du Lina-Besen? (schreit) Und was war das coolste, seit du deine Handarbeit-Vorlagen veröffentlicht hast? Ruhm und Reichtum? Willige Groupies? Was hat man von dem ganzen?

T: An reich und berühmt arbeite ich noch. Immerhin haben es sowohl „Fisch im Netz“ als auch mein erster richtig heißer gay Romance-Roman „Das geheimnis der Flammenden Rose“ beim Versandhandel mit dem großen A für über eine Woche unter die ersten 10 in der Kategorie Fantasy/schwul geschafft. Das war schon ein erhebender Anblick. Und es war großartig, ein Uraltwerk noch mal überarbeiten und mit einem kompletten Facelift neu herausbringen zu können. Selfpublishing macht Arbeit, ja, aber es macht auch unheimlich viel Spaß. Und ja, es macht auch Spaß, für die eigenen Bücher tatsächlich mal einen Tantiemenbetrag zu sehen, der über „Geil wir können mal wieder beim Chinesen essen gehen!“ hinausgeht.

K: aber für nen Besuch im Freudenhaus reicht es noch nicht? Und was ist besser: es sich selbst besorgen oder andere die Arbeit machen lassen?

T: Diese Frage gebe ich dann mal an Sayain und Alvar weiter, die beide der Meinung sind, dass es zu zweit doch am schönsten ist.  Wobei ich da auch mal eine Solosex-Szene geschrieben habe, die … öhm… nicht ganz unerotisch ist. Moment, sogar zwei. Ilaro aus der Flammenden Rose darf auch mal alleine seinen Spaß haben.

K: Echt mal… Mit selbst besorgen meinte ich Selfpublishing, aber schön mal zu sehen, wie versaut ihr Autoren alle seid (grinst siegessicher)

T: Oh. Oops. Okay. So gesehen… ich werde wohl immer Hybriodautorin bleiben, denn ich arbeite da mit inzwischen drei netten, freundlichen Kleinverlagen zusammen, mit denen ich auch in Zukunft weitere Projekte plane. Da gibt’s dann ach mal wieder was mit Katzen.

K: Ich notier dann mal „lässt sich gern von allen besorgen“ und „mehr Ketchup kaufen“… okay.. So unglaublich sexy und charmant wie ich bin, möchtest du mir sicher noch irgendwelche Geheimnisse anvertrauen, bevor der blöde Besen zurückkommt, oder?

T: Geheimnisse, hmmmmmm…. lass mich überlegen. NEIN! (Lachflash) Ich habe gar keine Geheimnisse. Echt nicht. Ganz ehrlich nicht. (hust)

K: aha… ich bin ein Dämon… ich rieche sowas! Also spuck wenigstens eine Sünde aus!

T: Ich bin süchtig nach guter dunkler Schokolade und liebe einen ordentlichen trockenen Rotwein. Damit hätten wir Völlerei schon mal abgedeckt, oder? Ich kaufe zu viele Bücher. Viel zu viele. Moment, kann man zu viele Bücher haben?

K: Nee, es passt immer noch ein Buch rein, einfach mit Wein nachspülen!

T: Genau. Öhm… Moment …

K: So, jetzt will ich mal Völlerei spielen und testen, wie viele gefrorenen Fischstäbchen in meinen Freund reinpassen… Lina! Bin fertig! Wenn du hier gleich Moby Dick siehst, nicht mit Harpunen werfen, ist nur Lina. (grinst breit)

T: Dann noch einen Schönen Abend und viel Spaß! Ich geh dann mal einen Wein lesen und trinke noch ein Buch …

Lina: So, dann erlöse ich dich mal von dem Nichtsnutz. War er brav? (sagte sie wohl wissend, dass er dazu gar nicht fähig ist)

T: Hinreißend. was für eine göttlich süße Kodderschnauze. Darf ich den Dämon knutschen?

Lina: Vorsicht, er könnte beißen.

T: Beißen ist doch guuuut! Frag meine Elfen, die mögen es alle, an den Ohren geknabbert zu werden. (Einwurf von Ilaro: EY, das ist PRIVAT!) So viel zu im Kopf quatschenden Figuren … und irgendwie überlege ich jetzt, irgendwo in den Meeresträumen das Wort „Fischstäbchen“ unterzubringen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0